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Blastozysten
Durch neue Erkenntnisse über die Physiologie der Embryonen sind verbesserte Kulturmedien entwickelt worden, die eine Kultivierung der Embryonen bis zum Blastozystenstadium erlauben.
Diese neuen Medien minimieren das Risiko des Verlustes der Lebensfähigkeit der Embryonen, wie dies früher oft bei verlängerter In-vitro-Kultur beobachtet wurde. Wünschenswert ist es, die Embryonen bis zum Tag 5 (Blastozysten-Stadium) in Kultur zu halten, um den Kinderwunsch erfolgreich zu erfüllen.
Folgende Vorteile sind damit verbunden:
- Die normale Zeit, in der ein Embryo nach der Befruchtung in der Gebärmutter eintrifft, beträgt 5 Tage (beim Rücksetzen von Embryonen am Tag 2 oder Tag 3 nach der Follikelpunktion sind diese mindestens 2 Tage zu früh in der Gebärmutterhöhle).
- Durch das Abwarten bis zum Blastozysten-Stadium können jene Embryonen zum Transfer verwendet werden, welche ein optimales Entwicklungspotential zeigen
- Viele Embryonen bleiben auf dem Stadium des Vier- bis Acht-Zellers stehen und konnten bisher mit den herkömmlichen Kulturmedien nicht als krankhaft identifiziert werden. Unter diesem Aspekt ist auch eine Blastozystenkultur bei Frauen über dem 38. Lebensjahr sinnvoll.
- Das Risiko von Chromosomen-Schäden nimmt mit dem Alter der Frau zu und Embryonen mit Aneuploidien neigen dazu, sich in den ersten Tagen nicht weiterzuentwickeln.
- In der KinderWunschKlinik werden maximal zwei Blastozysten in die Gebärmutter zurückgesetzt. Dadurch wird das Risiko für Drillingsschwangerschaften auf ein Minimum reduziert. Die Schwangerschaftsrate bei Blastozysten-Transfers liegt bei zirka 62% pro Versuch.
- Auch der Anteil an Eileiterschwangerschaften wird durch die Verwendung von Blastozysten deutlich reduziert, da am Tag 5 nach der Follikelpunktion bereits ein Zurückrutschen in den Eileiter verhindert wird.
- Ein weiterer großer Vorteil des Transfers am Tag 5 liegt in der verminderten Bewegung der Gebärmutter. Damit wird verhindert, dass die in die Gebärmutter zurückgesetzten Embryonen vermehrt ausgestoßen werden.
- Durch gesetzliche Regelungen ist die Blastozysten-Technik in Deutschland, Italien und in der Schweiz aufgrund des Embryonenschutzes nicht praktizierbar. In Österreich kann sie jedoch erfolgreich eingesetzt werden!
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