BEHANDLUNG | Diagnosemöglichkeiten | AMH (Anti-Mullerian-Hormon)

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WIEN  : Do, 14. Juni 2012, 19 Uhr
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AMH (Anti-Mullerian-Hormon)

kann die Reserven des Eierstocks sichtbar machen!


Wenn bei Frauen die Eierstöcke auf eine hormonelle Stimulation im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung nur unzureichend reagieren, so nennt man dies "Low Responder".

Manchmal ist der weibliche FSH-Wert erhöht, oft weichen die Hormone jedoch nicht von den Normbereichen ab. Um eine ausreichende Anzahl von Eizellen für eine IVF-Behandlung zu bekommen, wäre es wichtig, solche Patientinnen rechtzeitig zu erkennen.

Der Blutwert AMH (Anti-Mullerian-Hormon) wird nun eingesetzt, um die Stimulierbarkeit der Eierstöcke im Vorfeld einer IVF schätzen zu können. AMH bietet eine wesentlich bessere Basis für die Einschätzung der Aktivität der Eierstöcke als FSH oder Inhibin.

Zwischen dem 18. und 29. Lebensjahr verändert sich normalerweise der Plasmaspiegel des AMH fast nicht und liegt konstant zwischen 20 und 25 pmol/L. Ab dem 30. Lebensjahr fällt der Spiegel deutlich ab und erreicht ab dem 37. Lebensjahr 10 pmol/L. Wenn Werte unter 1 pmol/L gemessen werden, ist mit fast absoluter Sicherheit ein schlechtes Ansprechen der Eierstöcke bei einer Hormonstimulation im Rahmen der IVF zu erwarten.

Die Bestimmung des AMH kann die Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen Behandlung deutlich aufzeigen. So hilfreich heute die Behandlung der Unfruchtbarkeit ist, sie erfordert viel Zeit und einiges an Geduld und Durchhaltevermögen. Vor allem das Wechselbad der Gefühle zwischen Bangen und Hoffen kann sehr belastend wirken.

Die Bestimmung des AMH ist in den KinderWunschKliniken Wels und Wien möglich, es erfordert eine Blutabnahme bei der Patientin (unabhängig vom Zyklustag).