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Chromosomenanalyse
Vor einer künstlichen Befruchtung und zur Abklärung des unerfüllten Kinderwunsches sollten bei bestimmten Patienten eine Chromoso-menanalyse durchgeführt werden.
Bei Männern kann eine balancierte Chromosomenveränderung zu einer Azoospermie (vollständiges Fehlen der Spermien) bzw. zu einer Oligozoospermie (verminderte Spermienqualität) führen. In diesem Fall ist diese Chromosomenanalyse sehr sinnvoll. Für diese Untersuchung werden etwa 5 ml heparinisiertes Venenblut benötigt. Das Ergebnis der Analyse kann für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch eine große Entscheidungshilfe für oder gegen eine künstliche Befruchtung sein.
Es gibt Männer, die in ihren Zellkernen ein zusätzliches X-Chromosom tragen. In der Regel fallen Jungen mit dem Karyotyp 47,XXY, dem so genannten Klinefelter-Syndrom, nicht weiter auf. Ihre psychomotorische Entwicklung kann etwas langsamer als bei gleichaltrigen Kindern verlaufen, liegt aber noch im Normbereich. Auffallend ist, dass die Jungen schneller als ihre Altersgenossen wachsen und als Erwachsene meist relativ groß sind.
Männer mit Klinefelter-Syndrom "fühlen" sich genau wie andere Männer, da durch ihr Y-Chromosom ihre Geschlechtsidentität von Anfang an geprägt wurde. Der veränderte Chromosomensatz ist jedoch nicht nur Grund für die eingeschränkte Spermienqualität, er führt teilweise zum gänzlichen Erliegen der Spermienproduktion.
Spontan können daher Männer mit Klinefelter-Syndrom aufgrund der Azoospermie keine Kinder zeugen. Mit Hilfe der künstlichen Befruchtung kann in einigen wenigen Fällen jedoch im Kinderwunsch-institut die Familienplanung unterstützt und der Kinderwunsch erfüllt werden.
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