BEHANDLUNG | Risiken bei IVF-Behandlung | Zwillinge / Mehrlinge

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Zwillinge / Mehrlinge


Mehrlings-Schwangerschaften gehen mit einer Reihe von Komplikationen einher.

Zwillinge werden vier Mal häufiger zu früh geboren, müssen sechzehn Mal häufiger in die Intensivstation. Die Mortalitätsrate ist bei Zwillingen drei Mal, bei Drillingen vier Mal so hoch wie bei Einlingen.

Darüber hinaus sind Mehrlings-Schwangerschaften auch ökonomisch relevant. Trotz dieser Faktenlage genießen Mehrlinge, insbesondere Zwillinge, in der Bevölkerung einen guten Ruf.

Paare mit Kinderwunsch, die lange auf den Nach-wuchs warten mussten und sich in eine Fruchtbarkeitsbehandlung begeben, nehmen die Nachricht über eine Mehrlings-Schwangerschaft oftmals positiv auf. Für viele Paare, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, ist das Hauptproblem ein Scheitern der Behandlung und nicht in weiter Ferne liegende Gesundheitsprobleme des Kindes.

Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwanger-schaft ist nach einer IVF bedeutend höher als nach einer Spontanschwangerschaft. In den KinderWunsch-Kliniken von Primar Dr. Loimer kommt es mittlerweile in über 30% aller IVF-Behandlungen zu einer Mehrlings-Schwangerschaft. Bei den Spontanschwan-gerschaften beträgt ihr Anteil knapp 2%.

Der Anstieg der Mehrlings-Schwangerschaften und die damit einhergehende Zunahme von Frühgeburten stellten insbesondere die Kinderärzte vor größere Probleme. Denn Drillinge werden in der Regel um die 32. Schwangerschaftswoche geboren und sind fast zwei Monate auf der Intensivstation.

Die Mehrlings-Schwangerschaftsrate korreliert mit der Zahl der transferierten Embryonen. In der KinderWunschKlinik werden nur in 8 % der IVF Behandlungen mehr als zwei Embryonen transferiert, in den USA dagegen in 33%.

Unser Ziel ist es, gute Schwangerschaftsraten bei gleichzeitig niedriger Komplikationsrate zu erzielen. Im Idealfall resultiert aus dem Transfer eines einzigen Embryos eine Schwangerschaft bzw. ein erfüllter Kinderwunsch.